Leonardo da Vinci Praktikum (Praktikum im Ausland)

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Ich hatte dieses Semester die Möglichkeit mir das Umfeld anzusehen, in welchen die Praktikanten arbeiten. Meine Freundin zum Beispiel hatte eine Praktikumsstelle über das Leonardo Programm in einer Galerie erhalten. Die Arbeitszeiten haben sich zwischen 11h und 17h belaufen mit Samstagsarbeit und 10 Tagen frei während 6 Monaten. Der Erfahrungswert ist höher als bei einem Erasmus, da man folgende Aufgaben selber erledigen muss(außer man kennt dort jemand hilfsbereiten): Anmeldung (Behördengänge, Wohnungssuche, VertragsÜbersetzung/Unterzeichung, Sprachkurssuche,…) Ich könnte zu jedem von diesen eine Anekdote erzählen, jedoch werde ich euch verschonen. Zwei Freunde von mir, welche ich in Spanien kennen gelernt habe arbeiteten in einer „Marketingbüro“. Ihre Arbeitszeiten beliefen sich von 9:30 bis 18:30 mit 6 Tage Arbeitswoche. Das schlimme dabei ist jedoch, dass beide Praktiken (Galerie&Medienbüro) sehr wenig das Fach selber gefördert haben, da man in beiden Fällen eher von den Praktikanten gelernt hat als Umgekehrt, als eher das Selbstbewusstsein, dass man ein halbes Jahr Sklaventreiberei überlebt hat. Ach ja, vielleicht das wichtigste: bei den Praktiken innerhalb der EU wird meist, wegen zu viel Nachfrage nichts bezahlt. Aus diesem Grund müsst ihr euch ein Stipendium holen (in Wien ist dafür Danube Club zuständig) die Höchstsumme beläuft sich bei 300€ + Flugticket+ ev. Sprachkurs. (Unten werde ich neben meinen Berichten noch Zeitungsartikel verlinken.)

Fazit

Da ich selber schon 6 Praktiken hinter mir habe kann ich folgendes mitgeben:

  • Ein Praktikum in der Schweiz wird meist ehrlicher und seriöser abgewickelt als in der EU. (vielleicht, da man dort bis vor einem Jahr Praktikanten vom Gesetz her bezahlen musste)
  • Ein Praktikum in einem renommierten Unternehmen (Oracle, Microsoft,..) ist sehr schwierig zu bekommen, jedoch lernt man dort erheblich mehr als in kleineren Unternehmen. Meistens ergeben sich daraus nach dem Abschluss gute Jobperspektiven.
  • Ein Praktikum in einem Mittelbetrieb ist meine Empfehlung, da man dort von jemandem aktiv betreut wird, aber auch an konkrete Projekte kommt.
  • Ein Praktikum im Kleinbetrieb ist die Ausbeute pur. Es gibt meist niemanden, wer dich unterstützt. Du bekommst eine verblödende Aufgabe und wirst überwacht diese ordnungsgemäß zu erledigen. In diesen Greift man auf Praktikanten zurück, da diese eine sehr billige Arbeitskraft sind (kosten nichts) und man für diese keine Abgaben für den Staat hat.

Was man also sagen kann ist, dass man ohne berufliche Erfahrungen gesammelt zu haben, bei keiner HR Abteilung Beachtung finden wird und man mehr oder weniger einen von diesen Wegen gehen muss.

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